Schizophrenie heilen - Erfahrung als eine Reise durch Dunkelheit und Licht
- Gudrun Silvestre
- 19. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Der Einbruch
Meine Geschichte beginnt da, wo ich sie nie erwartet hätte - in den Räumen schamanischer Zeremonien. Ich hatte mich mit allem auf den Weg eingelassen – auf die Kraft der Pflanzen, auf das uralte Wissen der Schamanen. Ich wollte heilen, wachsen und verstehen.
Doch was dann kam, war etwas, was ich in meiner Naivität nicht im Traum für möglich gehalten hätte. Plötzlich wurde es dunkel. Es war, als ob sich der Boden unter meinen Füßen auftat und ich in einen Abgrund stürzte. Und ich tat es, tatsächlich. Stimmen redeten mir in meinem Kopf bedrohliche Sachen ein, schreckliche Bilder überfluteten mich, meine Realität zerbrach. Ärzte nennen so etwas Schizophrenie. Ich habe Psychologie studiert, und ich musste fast bitter lachen, als ich daran dachte, wie ein Außenstehender versucht, so eine Hölle zu „klassifizieren“. Für mich war es der totale Zusammenbruch meiner alten Welt. Die inneren Qualen sind mit Worten nicht zu beschreiben.
Ich fühlte mich, als wäre ich in einer anderen Welt gefangen: und zwar in der Unterwelt. Dort wurde ich von Dämonen gefoltert und herausgefordert. Was wollten sie? Meine Seele. Ich sagte nein. Und dafür musste ich durch die Hölle gehen. Sie hatten meine Seele von meinem Körper getrennt. Ich hatte keinen Halt mehr in dieser Realität.
Durch die Hölle gehen
Die Monate nach dem Ausbruch meiner „Psychose“ waren wie ein nicht endender Albtraum. Ich fühlte mich zerrissen zwischen Licht und Dunkelheit, zwischen Hoffnung und Wahnsinn. Manchmal dachte ich, dass ich nie zurückkehren würde.
Es gab Tage, an denen ich kaum wusste, wer ich war. Endlose Nächte, in denen ich unfreiwillige Astralreisen unternahm, in luzide Welten abglitt und in denen mich fortwährend Stimmen und Bilder quälten. Ich kämpfte – und je mehr ich kämpfte, desto tiefer schien ich in diesen Strudel gezogen zu werden.
Doch eine kleine Flamme in mir erlosch nie. Eine innere Stimme flüsterte mir zu: „Gib nicht auf. Es gibt immer noch die Liebe.“
Pflanzen, Natur und die Stimme meiner Seele
Immer wenn ich fast unterging, waren es die Pflanzen und die Natur, die mir einen Anker gaben. In der Stille des peruanischen Regenwaldes, in der Kraft der Heilpflanzen, in den Ritualen der Schamanen fand ich Momente des Friedens.
Die Pflanzenmedizin Ayahuasca war für mich keine „Ursache“ meiner Schizophrenie, sondern eine Begleiterin. Sie öffnete Türen in mein Innerstes, manchmal brutal, manchmal liebevoll. Sie zeigte mir, was in mir verborgen war – und half mir, Schritt für Schritt damit zu arbeiten.
Ich begann, meinem eigenen Körper zuzuhören. Ich meditierte, atmete, fastete, änderte meine Ernährung. Ich lernte, die Angst nicht mehr zu verdrängen, sondern sie zu fühlen. Ich erkannte: Meine Heilung konnte nicht von außen kommen, sie musste von innen wachsen.
Der Wendepunkt – Liebe statt Kampf
Der wirkliche Durchbruch kam, als ich verstand, dass mein größter Gegner nicht die Stimmen waren, nicht die Krankheit, sondern mein eigener Widerstand. Solange ich kämpfte, blieb ich gefangen.
Als ich mich entschied, loszulassen, veränderte sich alles. Auch dies geschah in einer Ayahuasca Zeremonie. Die Pflanze zeigte mir, nun, als ich bereit war, dieses Spiel nicht mehr zu spielen, das ich den Spuk vor meinen Augen zwar sehen, aber „durchschauen“ konnte. Ich involvierte mich nicht mehr. Die Gedanken, die sich mir einflüsterten, ich ließ sie da sein aber hörte nicht mehr hin. Ich verwickelte mich nicht mehr in die Stimmen in meinem Kopf. Ich hörte auf zu kämpfen und damit den Spuk nur noch größer zu machen. Ich atmete einfach und fühlte meinen Körper, als Anker im Hier und Jetzt in dieser Realität. Das war mein Schlüsselmoment und es hatte fast zwei Jahre gebraucht, um dahin zu kommen.
Es war ein langer Weg der Heilung, der mir neue Erkenntnisse und Fähigkeiten brachte. Ich lernte, mich komplett der Liebe hinzugeben. Mir selbst zu vergeben. Den Menschen zu vergeben, die mich verletzt hatten. Zu vertrauen, dass das Leben mich trägt – auch mitten im Chaos.
Und tatsächlich: Je mehr ich mich hingab, meinen Körper spürte und einfach atmete, desto ruhiger wurde mein Geist. Die Stimmen wurden leiser. Mein Herz wurde leichter. Klarheit kam zurück.
Meine Heilung – Schritt für Schritt
Meine Heilung war also kein Wunder über Nacht. Sie war ein Prozess – manchmal voller Rückschläge, manchmal voller kleiner „Siege“.
Durch Natur und Pflanzen fand ich eine tiefe Verbindung zu mir selbst und zu der heilsamen Energie der Natur.
Durch Meditation und Stille lernte ich, meinen Geist zu beruhigen und in einen inneren „space“ zu gelangen, der sich weit und frei und transparent anfühlte.
Durch Ernährung und bewusste Lebensweise stärkte ich meinen Körper und reinigte mein Energiesystem.
Durch innere Arbeit – das Spüren alter Wunden, das Loslassen, das Setzen gesunder Grenzen – heilte ich meine Seele und meinen Selbstwert.
Durch Liebe und Vergebung fand ich den Frieden, den keine Medizin der Welt mir hätte geben können.
Yoga, Atmen, meinen Körper fühlen und praktische Arbeit halfen mir, in meinen Körper zurückzukommen, der mein Ankerpunkt in dieser Realität ist.
Mein eigenes Projekt als Körperarbeit Therapeutin gab mir Aufwind und neue Energie, ich startete voll durch und lenkte meine Energie in eine konstruktive Richtung
Schritt für Schritt kehrte ich zurück ins Leben – nicht als dieselbe, die ich einmal war, sondern als eine, die neu geboren wurde.
Heute – meine Arbeit mit anderen
Heute sage ich mit voller Klarheit: Ich habe meine Schizophrenie geheilt. Sie ist nicht mehr Teil meines Lebens. Was damals wie mein Untergang wirkte, war in Wahrheit meine Initiation.
Ich weiß, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg geht. Ich gebe keine Versprechen, aber ich weiß, dass Heilung möglich ist – auch bei Schizophrenie, auch bei Psychosen.
Deshalb begleite ich heute Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen. Ich kenne die Hölle und ich kenne den Weg hinaus. Und genau dieses Wissen, diese Erfahrung und diese Liebe gebe ich weiter.
Fazit – aus der Hölle ins Licht
Schizophrenie hat mich bis in die tiefste Dunkelheit geführt. Doch sie hat mich auch das hellste Licht erkennen lassen.
Mein Weg war kein leichter – aber er hat mir gezeigt, dass hinter jedem Abgrund ein Schatz wartet. Für mich war es die Liebe, die Hingabe, das Vertrauen ins Leben selbst.
Ich bin der lebende Beweis: Heilung ist möglich.
Meinen ausführlichen Erfahrungsbericht findest du als ebook hier: https://www.goldentigerspirit.com/de/product-page/meine-initiation-zur-schamanin-mit-ayahuasca-durch-die-unterwelt
und als Hörbuch hier: https://www.goldentigerspirit.com/de/product-page/h%C3%B6rbuch-meine-initiation-zur-schamanin-mit-ayahuasca-durch-die-unterwelt
Weitere Informationen über meine Arbeit hier:
Alles Liebe auf deinem Weg,
Gudrun Silvestre

Schizophrenie heilen Erfahrung



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